Italienische Keramikmaschinenbauer verzeichnen 2015 Rekordumsatz

Die italienischen Hersteller von Maschinen und Anlagen für die keramische Industrie haben einen Rekordumsatz erzielt. Laut der von Acimac landesweit durchgeführten statistischen Erhebung lag der Gesamtumsatz der Branche 2015 bei 1,983  Mrd. € und damit 8 % über dem Vorjahresumsatz und 2,3 % höher als der bisherige Rekordwert von 2007.

Zu diesem Ergebnis trugen sowohl ein Exportzuwachs um 9,1 % im Jahresvergleich als auch um 4,3 % gesteigerte Inlandsumsätze bei.

Exporte

Die Exporte sind im Vergleich zu 2014 um 9,1 % auf die Rekordzahl von 1,522 Mrd. € gestiegen. Sie erreichen mit einem Anteil von 76,8 % am Gesamtumsatz einen historischen Höchstwert.

Wichtigstes Exportgebiet war Asien (außer China) mit insgesamt 278 Mio. € (18,3 % des Gesamtexportumsatzes) und einer Steigerung um 29,3 % gegenüber 2014.

Die Europäische Union hielt den zweiten Platz mit einem Exportwert, der von 226,2 Mio. auf 277,3 Mio. € gestiegen ist (+22,6 %) und 18,2 % des Gesamtexportumsatzes ausmacht. Als nächstes folgte Afrika (nach wie vor hauptsächlich Nordafrika) mit einer Steigerung um 22,8 % auf 203,8 Mio. € (13,4 % der Gesamtexporte).

Im Mittleren Osten fielen die Exportumsätze 2015 um 25,1 % auf 186,6 Mio. € und damit auf den vierten Platz in der Rangliste der Exportziele zurück.

An fünfter Stelle stand Südamerika mit 185,9 Mio. € (+ 8 %). In Nordamerika konnten, verstärkt durch das neue US-Produktionscluster, hervorragende Exportergebnisse verbucht und mit 160,9 Mio. € ein nahezu doppelt so hoher Umsatz erzielt werden (+92,8 %).

Auf den folgenden Plätzen waren Osteuropa mit einem Gesamtumsatz von 152,9 Mio. € (+7,9 %), Ostasien (China, Hongkong und Taiwan) mit 75,5 Mio. € (-34,9 %) und Ozeanien mit einem Umsatz von 1,2 Mio. €.

Internationalisierung der Produktion

Die 67 von italienischen Konzernen kontrollierten ausländischen Unternehmen meldeten zum 31. Dezember 2015 einen Umsatz von 492,5 Mio. €, ebenfalls eine Steigerung im Vergleich zu 2014.

Inlandsmarkt

Der aus dem Verkauf an italienische Kunden generierte Umsatz stieg zum dritten Jahr in Folge auf nun 460,8 Mio. € (Steigerung um 4,3 % gegenüber 2014) und machte 23,3 % des Gesamtumsatzes aus.

Grobkeramik mit hervorragendem Ergebnis

Das Marktsegment der Maschinen für die baukeramische Industrie konnte nach Jahren des Rückgangs 2015 ein hervorragendes Ergebnis mit einer Steigerung um 38,3 % auf eine Umsatzsumme von 156,1 Mio. € aufweisen. Auch hier wurde das Wachstum durch die Exporte vorangetrieben, die um 42,8 % stiegen.

Branchenstruktur

Ende Dezember 2015 waren 148 Unternehmen in Italien tätig (vier weniger als 2014) mit einer Gesamtbeschäftigtenzahl von 6 229 (+0,4 %).

Die Branche verfügt nach wie vor über eine extrem gegensätzliche Struktur. Die Mehrheit der Unternehmen (51,4 %) erzielt Umsätze unter 2,5 Mio. €. Lediglich 19 Unternehmen (12,8 % der Gesamtmenge) wiesen Umsätze über 10 Mio. € auf.

Prognosen für 2016

„Das erste Quartal 2016 schloss mit einem Wachstum von 9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum ab, das insbesondere durch hervorragende Ergebnisse im Ausland ermöglicht wurde”, erläuterte der Acimac-Vorsitzende Paolo Sassi. „Die Exporte sind trotz der Abschwächungen in einigen Hauptmärkten und der wirtschaftlichen und sozialen Krisen, von denen einige Gebiete betroffen sind, um 14,2 % gestiegen. Das ist ein klares Zeichen für die Robustheit unserer Branche”, führte Sassi weiter aus. „Im Gegensatz dazu sind die Inlandsumsätze nach zwei Jahren des Wachstums gesunken (-5.9 %).”

„Wir hoffen, dass dieses Wachstum im Laufe der nächsten Monate bekräftigt wird und wir so das Jahr mit einer leichten Verbesserung gegenüber den ohnehin schon exzellenten Ergebnissen von 2015 abschließen können.”

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