Mit Optimismus in das Jahr 2013!

Wenn die gerade zu Ende gegangene Messe „Bau“ in München ein Gradmesser für die Baukonjunktur des neuen Jahres ist, dann steht uns ein Super-Baujahr 2013 bevor. Volle Gänge und ein Riesenandrang an den Messeständen zeigten das große Interesse von Planern und Architekten an der Leistungsschau der Baustoff-Hersteller. Übrigens hatte auch die Bau 2011 ein tolles Baujahr eingeleitet, dagegen war die Veranstaltung 2007 ebenfalls sehr positiv, das Baugeschehen allerdings auf einem sehr niedrigen Niveau, weil das Strohfeuer nach der Abschaffung der Eigenheimzulage Ende 2006 in Deutschland schnell wieder verloschen war.

Heute sind die Voraussetzungen für einen weiteren Aufschwung im Wohnungsbau in Deutschland nach wie vor gut: Niedrige Zinsen, die nach wie vor bestehende Flucht in Sachwerte aufgrund der „Euro-Angst“ sowie Medienberichte über Wohnungsnot in weiten Teilen der Republik lassen private Bauherren und gewerbliche Investoren ihre Bauprojekte umsetzen. Neben dem Neubau dürfte im laufenden Jahr auch die Sanierung bestehender Gebäude einen neuen Schub erhalten. Endlich ist die quälend lange Diskussion über mögliche steuerliche Erleichterungen für private Bauherrn beendet. Leider konnten sich Bundestag und Bundesrat im Vorfeld der diesjährigen Bundestagswahl nicht auf eine steuerliche Abzugsfähigkeit von Investitionen in die energetische Sanierung von Gebäuden einigen. Dafür gibt es jetzt aber kleinere Zuschüsse für die Bauherren im Rahmen der KfW-Förderung. Auf jeden Fall ist damit aber Rechtsklarheit geschaffen und insbesondere die Dachziegler hoffen darauf, dass nun Dachsanierungen umgesetzt werden, die im letzten Jahr noch aufgeschoben wurden.

Problematisch für unsere Branche, insbesondere für die Hersteller von Mauerziegeln, ist die Tatsache, dass ein Großteil der Zuwächse bei den Baugenehmigungen den Mehrfamilienhausbau betrifft. Hier bedarf es großer Anstrengungen, den Planern und Investoren zu vermitteln, dass gerade mit Ziegeln – ob monolithisch oder in zweischaliger Bauweise – nachhaltige und für Mieter sowie Eigentümer attraktive Gebäude erstellt werden können.

Die Chancen für unsere Branche überwiegen im neuen Jahr bei weitem die Risiken. Zusammen mit den kleineren Nachbarländern Österreich und Schweiz ist Deutschland, was den Wohnungsbau betrifft, in Europa fast eine Insel der Glückseligen. Nach der langen Zeit der viel zu geringen Aktivitäten im Wohnungsbau ist es nun aber dringend erforderlich, die sich auftuenden Bedarfslücken zu schließen. Die Ziegelindustrie sollte alles tun, um an diesem Aufschwung teilzuhaben.

Ihr Martin Roth

Hauptgeschäftsführer Bundesverband der Deutschen Ziegel­industrie e.V.

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