Umsatzrekord 2016 für italienische Maschinen- und Anlagenbauer für die Keramikindustrie

Die italienischen Maschinen- und Anlagenbauer für die keramische Industrie haben weiterhin Aufwind. Sie schließen das Geschäftsjahr 2016 mit einem historischen Umsatzrekord von 2,028 Mrd. € (+ 2,3 %) ab.

Zu den Ergebnissen tragen hervorragende Leistungen sowohl auf dem Inlandsmarkt (+4,5 %) mit einem Umsatz in Italien in Höhe von 481,3 Mio. €, als auch auf den Exportmärkten (+1,6 %) bei, die Einkünfte in Höhe von 1,5464 Mrd. € und damit 76,3 % des Gesamtumsatzes erbrachten.

2016 war das vierte Wachstumsjahr in Folge für den italienischen Markt. Durch die Investitionen aus dem wichtigen Kundenkreis in Italien konnte über diesen Zeitraum ein Umsatzzuwachs von mehr als 100 Mio. € erzielt werden (eine Steigerung um 44 % im Vergleich zu 2013). Die Zahl der Arbeitnehmer stieg um 6,2 % (+0,4 % gegenüber 2015) auf insgesamt 6614. Gleichzeitig blieb die Anzahl der Unternehmen in diesem Industriezweig mit 147 quasi stabil gegenüber 148 in 2015.

Exporte

Die Branche bleibt sehr exportorientiert und nimmt weiter eine führende Stellung auf dem Weltmarkt ein. Die Exportanteile verteilen sich auf die wichtigsten Regionen.

Das bedeutendste Exportgebiet 2016 war die Europäische Union mit einem Umsatz von 342 Mio. € (22,1 % des Gesamtexportumsatzes und eine Steigerung um 23,3 % gegenüber 2015). Südostasien fiel mit einem Anteil von 15,4 % am Gesamtexportumsatz und damit einem Rückgang von 277,9 Mio. € auf 238,2 Mio. € (-14,3 %) auf den zweiten Platz zurück. An dritter Stelle liegt der Mittlere Osten mit einer Steigerung um 25,1 % (233,5 Mio. €, 15,1 % der Gesamtexporte). Nordamerika erzielte 2016 mit einer Steigerung um 8,5 % einen Umsatz von 174,5 Mio. € und kletterte damit auf den vierten Platz. An fünfter Stelle steht Osteuropa mit einem Umsatz von 158,9 Mio. € (+3,9 %), 10,3 % der Gesamtexporte. Südamerika fiel durch einen Rückgang um 14,6 % auf 158,7 Mio. € auf den sechsten Platz. Darauf folgen Afrika mit insgesamt 148,6 Mio. € (-27,1 %), China, Hongkong und Taiwan mit 90,8 Mio. € (+20,4 %) und Ozeanien mit einem Umsatz von 1,2 Mio. €.

Einschließlich Exporten wurde von den 67 Unternehmen, die außerhalb Italiens tätig sind, jedoch von italienischen Firmen kontrolliert werden, ein Gesamtumsatz von fast 500 Mio. € erzielt.

Ziegelindustrie

Der Verkauf von Maschinen und Anlagen in die Mauer- und Dachziegelindustrie ging von 156,1 auf 152,8 Mio. € (-2,1 %) zurück, obwohl diese Branche weiterhin der zweitstärkste Kundensektor ist.

Prognosen für 2017

Die ersten Prognosen für das laufende Jahr sind positiv. Die für das erste Quartal von der Acimac-Forschungsabteilung veröffentlichten Zahlen zeigen ein Wachstum von 13,3 %, das durch die Rekordleistungen auf dem italienischen Markt vorangetrieben wird (+60,6 %). „Viele unserer Unternehmen haben für 2017 nahezu volle Auftragsbücher und planen bereits Auslieferungen für Anfang 2018”, so Paolo Sassi, Präsident des Acimac. „Wir rechnen daher zum Jahresende mit einem nochmaligen leichten Anstieg gegenüber den ohnehin schon hervorragenden Ergebnissen von 2016.”