Wienerberger AG

Wienerberger auch im dritten Quartal 2022 über Vorjahresergebnis

Laut Mitteilung zum 3. Quartal erzielte Wienerberger in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 einen Konzernumsatz von 3.848,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2.896,5 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse enthalten Konsolidierungsbeiträge von im zweiten Halbjahr 2021 erworbenen Unternehmen in Höhe von 391,7 Mio. Euro. Das EBITDA lag trotz eines herausfordernden und volatilen Marktumfelds im selben Zeitraum mit 835,4 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (510,1 Mio. Euro). Das operative Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT operativ) betrug 629,1 Mio. Euro, ein Anstieg von fast 95 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2022: 323,3 Mio. Euro).

Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG, kommentierte diese Zahlen in der Pressemitteilung wie folgt „Dank unserer vorausschauenden Einkaufs- und Preispolitik gelang es uns, die deutlich gestiegene Kosteninflation erfolgreich abzudecken und gleichzeitig während des gesamten Jahresverlaufs die Verfügbarkeit von Energie sicherzustellen. In den rückläufigen Märkten haben wir einmal mehr die Resilienz unseres nachhaltigen Geschäftsmodells unter Beweis gestellt, unseren organischen Wachstumskurs erfolgreich fortgeführt und in den ersten neun Monaten 2022 ein Rekord-Ergebnis erzielt. Damit haben wir den Umsatz um 33 Prozent auf 3.848,0 Mio. Euro und das EBITDA um 64 Prozent auf 835 Mio. Euro gesteigert.“

Auch im dritten Quartal 2022 hat der Konzern das Ergebnis gesteigert. Der Außenumsatz liegt mit 1.275,9 Mio. Euro um 24 Prozent über dem Vorjahreswert von 1.027,5 Mio. Euro. Das EBITDA stieg um 41 Prozent auf 286,7 Mio. Euro (Vorjahr: 203,1 Mio. Euro).

Voraussichtlich 12 Prozent CO2-Einsparung in 2022

Wienerberger erwartet laut Pressemitteilung für 2022 eine Einsparung von 12 Prozent CO2. Damit liege man über dem Plan der Nachhaltigkeitsstrategie, der eine Einsparung von 15 Prozent bis 2023 vorsieht. Die gesamte Rohr- und Flächenbefestigungsproduktion mit einem Umsatzanteil von mehr als einem Drittel der Wienerberger Gruppe sei bereits auf grünen Strom umgestellt. In der keramischen Produktion arbeite das Unternehmen, je nach lokaler Verfügbarkeit, an der Umstellung auf nachhaltige Energieträger wie Elektrizität, Wasserstoff oder Biogas. Auch der verstärkte Einsatz von Elektrizität – beispielsweise für Brennöfen oder im Rahmen des Trocknungsprozesses – werde evaluiert. Der erhöhte Strombedarf solle autark durch Photovoltaik oder Windenergie direkt an den Produktionsstandorten abgedeckt werden.

Ausblick 2022

Wienerberger geht laut Mitteilung davon aus, dass sich die geopolitische und wirtschaftliche Instabilität fortsetzen wird. Zwar zeichnen sich im Bereich der Rohmaterialpreise vereinzelt Entspannungstendenzen ab. Der Konzern erwartet jedoch anhaltend hohe Energiepreise und steigende Personalkosten. Die Inflationsrate werde deshalb hoch bleiben und der Druck auf höhere Zinsen anhalten.

Scheuch zu den Aussichten für das Gesamtjahr: „In diesem herausfordernden Umfeld rechnen wir für das gesamte Geschäftsjahr 2022 mit einem Rückgang der Märkte für Neubau um 10-12 Prozent und im Bereich der Infrastruktur von ca. 5 bis 7 Prozent, während wir für den Renovierungsbereich einer stabile Marktentwicklung erwarten.“

Aufgrund der sehr positiven Ergebnisse der ersten drei Quartale und eines starken Starts in das vierte Quartal erhöht Wienerberger die operative EBITDA-Guidance für 2022 auf 950 bis 970 Mio. Euro.

Ausblick 2023

Zu den Aussichten für das kommende Jahr sagt Scheuch: „Im aktuellen Geschäftsjahr war die Energieversorgung der Wienerberger Gruppe stets gesichert. Auch für 2023 gehen wir davon aus, dass unsere langfristig abgeschlossenen Energielieferverträge zu den vereinbarten Konditionen eingehalten werden. Darüber hinaus treiben wir die Energiewende und den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen aktiv voran. In der keramischen Produktion arbeiten wir, je nach lokaler Verfügbarkeit, an der Umstellung auf nachhaltige Energieträger wie Elektrizität, Wasserstoff oder Biogas. Den erhöhten Strombedarf werden wir durch Photovoltaik und Windenergie direkt an unseren Produktionsstandorten abdecken, um im Hinblick auf Strom schrittweise autark zu werden.“

Von der anhaltenden geopolitischen Instabilität und steigenden Zinsen erwartet Wienerberger eine dämpfende Wirkung auf die Konjunktur. Für das kommende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen in den Endmärkten mit Rückgängen von 15 Prozent im Wohnungsneubau. In der Infrastruktur geht Wienerberger von einem Rückgang um ca. fünf Prozent, im Bereich Renovierung von einer stabilen Entwicklung aus.

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