Verschleppung von Rohstoffreaktionen in der Aufheizzone zur energetischen Nutzung kohlenstoffhaltiger Massebestandteile

Für den Brennprozess von hochwärmedämmenden Ziegeln müssen rohstoffseitige Voraussetzungen und brenntechnische Erfordernisse gegeben sein. Diese sind notwendig, um die durch organische Porosierungsstoffe eingeziegelte Rohstoffenthalpie effizienter nutzbar zu machen. Damit verbunden ist die Freisetzung von Verbrennungswärme zur Einsparung von über Brenner zugeführter Energie. Bedeutend ist, inwieweit und in welchem Maße durch die Gestaltung der Brennführung und der atmosphärischen Bedingungen die exothermen und endothermen Reaktionen so zu beeinflussen sind, dass für die Umsetzung der Rohstoffenthalpie ein möglichst hoher Wirkungsgrad erreicht werden kann. Beim Brennprozess von Klinkern, Vormauer- und Dachziegeln wird der im Rohstoff enthaltene Kohlenstoff überwiegend als Störfaktor angesehen. Sein Abbrand und damit die Bildung von Reduktionskernen stellen sich häufig als brenntechnisches Problem dar. Ein energetischer Nutzen der Rohstoffenthalpie setzt voraus, dass die Bildung der Scherbenstruktur während des Aufheizprozesses und die für den Ablauf von Reaktionsgasen erforderliche Gasdiffusion bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgen.

Dipl.-Ing. Michael Ruppik , Institut für Ziegelforschung e.V.,

Essen

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