Aweld – 30 Jahre eines erfolgreichen Unternehmens
Im Frühjahr 1996 trafen Jaroslav Jílek und Ladislav Holecek zusammen. Herr Holecek beendete zu dieser Zeit sein Engagement in der Ziegeleigruppe Meindl, während Herr Jílek erste Versuche mit dem Aufschweißen von verschleißfesten Schichten auf Schnecken für Ziegelpressen durchführte. Sie einigten sich auf eine Zusammenarbeit und gründeten die Firma Aweld spol. s r.o., um ihre Erfahrungen aus den Bereichen Aufschweißtechnik und Ziegelproduktion geltend zu machen.
Der Beginn der Tätigkeit des tschechischen Unternehmens Aweld war bescheiden: zwei Schweißer, ein Zerspannungsmechaniker und alte, gebrauchte klassische Maschinen in einer gemieteten Werkstatt. Doch es gab ein großes Marktpotenzial in Mittel- und Osteuropa, wo Technologien zum Schutz von Verschleißteilen durch Aufschweißen bei Ziegeleimaschinen kaum zum Einsatz kamen. Daher konnte Aweld schnell wachsen und gewann bald zahlreiche zufriedene Kunden nicht nur in der Tschechischen Republik, sondern auch in der Slowakei und in Polen. Ein Meilenstein war die Teilnahme an der Messe Ceramitec in München im Jahr 2000. Dort gelang es, Kontakte zu Kunden in Westeuropa zu knüpfen und anschließend eine Vertretung für diese Region zu eröffnen.
Mit wachsender Kundenliste wurde es notwendig, in Produktionstechnologien und Kapazitäten zu investieren. Die Anzahl der Mitarbeiter sowie die Fertigungsmöglichkeiten wurden schrittweise erweitert. Zu dieser Zeit regenerierte Aweld nicht mehr nur Verschleißteile, sondern stellte diese selbst her und optimierte bzw. baute gleichzeitig bestehende Ziegeleitechnologien, insbesondere im Bereich der Formgebung, um. 2008 nimmt Aweld die Produktion von Maschinen für die Aufbereitung und Formgebung aus eigener Entwicklung auf.
Im Jahr 2014 errichtete Aweld eine neue Produktionshalle für Montage und schwere Metallbearbeitung. Dies erweiterte die Fertigungsmöglichkeiten des Unternehmens erheblich, wobei sich Aweld immer stärker auf den Bau von Maschinen aus eigener Entwicklung orientierte. Im darauffolgenden Jahr wurde die Expansion mit dem Bau einer neuen Schweißhalle fortgesetzt.
Im Jahr 2016 verkaufte der Gesellschafter Jaroslav Jílek seinen Firmenanteil an Ladislav Holecek. Das Unternehmen ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nur in der Ziegelindustrie tätig, sondern liefert Maschinen und Teile für weitere Branchen, wie Herstellung von technischer Keramik, Lebensmittelindustrie, Biogasanlagen, Energiewirtschaft, Zuckerindustrie, Abfallwirtschaft und weitere Bereiche.
Aweld baut seine verfahrenstechnischen und produktiven Fähigkeiten stetig weiter aus. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 62 Mitarbeiter und verfügt über modernste Technologien im Bereich des Aufschweißens – automatisches Aufschweißen verschleißfester Karbid-Schichten, Plasma-Aufschweißen sowie klassisches Flammspritzen von Wolframkarbid. Hinzu kommen moderne automatische Schweißanlagen für Schneckenwellen. Das Unternehmen besitzt zudem eine einzigartige Technologie zur Herstellung von Schneckensegmenten bis zu einem Durchmesser von 2.500 mm und einer Dicke von 40 mm. Für die Produktion von Rostplatten für Kollergänge und Siebblechen für Siebrundbeschicker wird eine Plasma-Schneidanlage mit Wassertisch eingesetzt. In den letzten drei Jahren hat Aweld fast 1,5 Millionen Euro investiert und verfügt somit über modernste Bearbeitungstechnik.
Sämtliche Aktivitäten des Unternehmens – vom Vertrieb über Technik, Technologie und Produktion bis hin zur Qualitätskontrolle und zum Versand – werden über ein ERP-Informationssystem gesteuert.
Aweld ist in der Lage, die komplette Ausrüstung für Aufbereitung und Presshaus zu produzieren und zu liefern: von Kastenbeschickern über Bandförderer, Separatoren, Kollergänge und Walzwerke bis hin zu Siebrundbeschickern und Strangpressen.
Das Unternehmen hat Kunden weltweit und liefert derzeit in 31 Länder. Zum Kundenstamm gehören große multinationale Konzerne, nicht nur aus der Ziegelindustrie.
Die Zeit vergeht, und so kommt in jedem Unternehmen ein Moment, in dem die Führung an die nächste Generation übergeben werden muss. Dies betrifft natürlich auch Aweld, wo bereits seit einigen Jahren die Kinder von Herrn Ladislav Holecek tätig sind – sein Sohn Martin Holecek als Produktionsleiter und seine Tochter Hana Holecková als Finanzdirektorin.
Dies ist eine Garantie für Kontinuität – dafür, dass sich Aweld auch in Zukunft weiterentwickelt und seinen Kunden nicht nur in der Ziegelindustrie erstklassige Dienstleistungen bieten wird.
