GIMA

Geschwungene Linienführung am Meer

Die Maritim Seebrücke in Timmendorfer Strand hat sich seit ihrer Einweihung im Jahr 2024 zu einem Wahrzeichen der Gemeinde entwickelt. Der 427 Meter lange Rundweg über der Ostsee bildet mit seiner filigranen Konstruktion eine moderne Flaniermeile. Um einen hochwertigen Übergang zwischen Promenade und Bauwerk zu schaffen, gestalteten Andresen Landschaftsarchitekten den Brückenvorplatz mit GIMA Pflasterklinkern. Die Materialwahl sichert die ästhetische Kontinuität zur Bestandspflasterung und erfüllt die hohen funktionalen Anforderungen eines stark frequentierten Standorts in unmittelbarer Meeresnähe.

Der Vorplatz wurde bewusst als integraler Bestandteil der Promenade konzipiert und knüpft an die gewachsene Identität des Ortes an – mit dem Ziel, ihn als selbstverständliches Element des bestehenden Freiraums zu begreifen. Seit vielen Jahren prägen gelb-bunte Pflasterklinker aus dem GIMA-Werk in Marklkofen das Erscheinungsbild von Timmendorfer Strand. Für den Seebrückenvorplatz kamen daher erneut Pflastersteine der Sorte Florenz in der speziellen Sortierung Timmendorf zum Einsatz. Diese wurde einst entwickelt, um sich harmonisch in den historischen Bestand der Gemeinde einzufügen. Durch die Verwendung dieses bewährten Materials wird das neue Bauwerk städtebaulich verankert und die Seebrücke als Höhepunkt der Promenade inszeniert. Lediglich die neue Möblierung sowie ein beleuchteter Loop-Ring, der in Form und Dimension Bezug auf die Baumeinfassungen nimmt, setzen zeitgemäße Akzente im Sinne der Neugestaltung.

Widerstandsfähigkeit durch Salzglasur

Eine technische Besonderheit des verlegten Pflasterklinkers im Format 240 x 118 x 71 Millimeter ist seine Veredelung durch eine Salzglasur. Bei diesem traditionellen Brennverfahren sorgt die Zugabe von Steinsalz im Brennraum für eine chemische Reaktion an der Oberfläche des Scherbens. Das freiwerdende Natriumoxid verschmilzt unlösbar mit der Klinkeroberfläche, wodurch eine extrem widerstandsfähige Glasschicht entsteht. Trotz der glasierten Oberfläche erfüllt der Pflasterklinker die höchsten Anforderungen an die Rutschsicherheit gemäß geltender Normen und gewährleistet auch bei Nässe eine sichere Begeh- und Befahrbarkeit. Da es zudem keinerlei Trennschicht zwischen Scherben und Glasur gibt, ist das Material abriebfest und unempfindlich gegenüber mechanischen Belastungen – eine entscheidende Eigenschaft für die intensive Nutzung auf dem Brückenvorplatz.

 

Beständigkeit im maritimen Klima

Neben der mechanischen Belastbarkeit punktet der Klinker durch seine chemische Resistenz. Die Salzglasur macht den Stein unempfindlich gegen aggressive Umwelteinflüsse, wie sie an der Ostseeküste durch salzhaltige Luft und Feuchtigkeit permanent auftreten. Die geringe Wasseraufnahme des hart gebrannten Klinkers sorgt zudem für eine natürliche Frostbeständigkeit und verhindert tiefsitzende Verschmutzungen. So bleibt die helle, freundliche Optik des Vorplatzes auch unter den anspruchsvollen Bedingungen des maritimen Klimas dauerhaft erhalten.

 

Hohe Aufenthaltsqualität

Auf einer Gesamtfläche von rund 1.200 Quadratmetern wurde der Pflasterklinker verlegt, um die Brückenkonstruktion aus Stahl und Holz haptisch und optisch zu ergänzen. Während die Seebrücke selbst durch Transparenz und Leichtigkeit besticht, vermittelt die Klinkerfläche des Vorplatzes Beständigkeit und handwerkliche Qualität. In der Kombination aus innovativer Ingenieurskunst und traditionellem Ziegelhandwerk entstand ein Raum, der Besuchern eine hohe Aufenthaltsqualität bietet und die Maritim Seebrücke als neues Glanzstück der schleswig-holsteinischen Ostseeküste rahmt.

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