Verabschiedung von Eckhard Rimpel in den (Un-)Ruhestand und Willkommen seinem Nachfolger Klaus Nelskamp
Schon vor Ende seines Diplomstudiums der Verfahrenstechnik mit Schwerpunkt Industrieofenbau und Wärmetechnik an der Technischen Universität in Clausthal-Zellerfeld kam Eckhard Rimpel bereits mit dem Riedelschen Gegenlaufofen und einem Umbau eines Tunnelofens in einem Klinkerbetrieb und damit mit der Ziegelindustrie in Berührung. Nach Abschluss des Studiums und einem kurzen „Ausflug“ in die Kessel- und Speicherentwicklung zog es ihn zurück in die Ziegelbranche und er startete im Oktober 1986 seine Laufbahn im Institut für Ziegelforschung (IZF), dem er über 39 Jahre treu bleiben sollte.
Eckhard Rimpel hat es mit seiner stets zugewandten, offenen Art und seiner Fachkompetenz geschafft, das Vertrauen der Ziegler zu gewinnen – unabhängig davon, ob es sich um ein mittelständisches Familienunternehmen oder einen Großkonzern handelte. Die erfolgreiche und praxisnahe Zusammenarbeit mit Kunden und seine Aufgeschlossenheit gegenüber allen Problemen bei der Ziegelherstellung sowie individuellen Wünschen der Produzenten machten Eckhard Rimpel zu einem beliebten Partner für die mit dem IZF kooperierenden Ziegler. Die persönlichen Beziehungen und Netzwerke waren für Eckhard Rimpel immer das A und O. Er führte das IZF in die Mitgliedschaft im Business Netzwerk Ruhr und in die Partnerschaft mit dem Cluster zur Dekarbonisierung der Industrie (CDI). Zusammen mit der Kollegin Annette Ilg-Muhlack erreichte er die Aufnahme des IZF als Mitglied in der Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse. Mit großem Engagement war er Mitglied im Umweltausschuss und in der Forschungsgemeinschaft des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie. Ferner ist er persönliches Mitglied der VDI/DIN-Kommission zur Reinhaltung der Luft (KrdL).
Mit großer Leidenschaft bekleidete Eckhard Rimpel im IZF verschiedene Positionen, zunächst als Abteilungsleiter der Verfahrenstechnik, die später zur Abteilung Umwelt- und Verfahrenstechnik erweitert wurde. Höhepunkt seiner Karriere war die Übernahme der stellvertretenden Institutsleitung des IZF im Jahr 2017.
Neben seiner wissenschaftlichen Aktivität war Eckhard Rimpel im Rahmen seiner beratenden und gutachterlichen Tätigkeit in 28 Ländern unterwegs, sei es im Rahmen von Entwicklungshilfeprojekten der Deutschen oder Schweizerischen Regierung oder als Gutachter in Schiedsgerichtsprozessen. Auf diese Weise ist das IZF weltweit ein Begriff geworden. Durch seine ausgleichende Art und seinen unermüdlichen Einsatz trug er dazu bei, Mitarbeiter/innen und Kollegen und Kolleginnen zu einem hoch motivierten und gemeinschaftlich auftretenden Team zu formen.
Nach fast vier Jahrzehnten scheidet Eckhard Rimpel Ende Juni 2026 altersbedingt aus dem IZF aus. Seine Expertise wird den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Instituts und den Zieglern fehlen. Doch mit Sicherheit wird er für die eine oder andere Frage mit Rat und Tat zur Verfügung stehen, auch wenn der Golfplatz ruft.
Die Mitarbeiter und der Vorstand des IZF danken Eckhard Rimpel für sein Engagement und wünschen ihm alles Gute und viel Freude im wohlverdienten (Un-)Ruhestand!
Gleichzeitig freuen wir uns, als Nachfolger einen Ziegler in unseren Reihen begrüßen zu können, Herrn Klaus Nelskamp. Ihm wurde das Verständnis für den Ton und die Ziegelei in die Wiege gelegt und er besitzt darüber hinaus auch umfangreiche Erfahrungen in der Produktion. Er wird in die großen Fußstapfen von Eckhard Rimpel treten und steht Ihnen, gemeinsam mit dem gesamten IZF-Team, bei allen Fragestellungen zur Seite.
