„Initiative Wohnungsbau“

Fachverbände der Ziegelindustrie Nord und Nord-West im Gespräch mit dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Dr. Phillip Rösler

Der Fachverband Ziegel­industrie Nord e. V. hatte den niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Dr. Phillip Rösler, am 8. Oktober 2009 zu einem gemeinsamen Gesprächsabend zum Thema „Initiative Wohnungsbau in Niedersachsen“ ins „Alte Rathaus“ nach Hannover eingeladen. Neben Minister Dr. Rösler, der inzwischen Bundesgesundheitsminister ist, folgten ca. 30 Unternehmer aus der nord- und nordwestdeutschen Ziegel­industrie der Einladung ins „Alte Rathaus“, einem der prunkvollsten Ziegelbauten Niedersachsens.

Bei einem gemeinsamen Abendessen diskutierten die Unternehmer und Dr. Rösler die Situation des Wohnungsbaus sowie die wirtschaftliche Lage. Einleitend erläuterte der Vorsitzende des Fachverbandes Ziegelindustrie Nord e. V., Hermann Berentelg, die historische und aktuelle Bedeutung des Ziegels als Baustoff. Der Ziegel als ältester, wasserbeständiger, künstlich hergestellter Baustoff, habe bei vielen Baudenkmälern bis hin zum Turmbau zu Babel Berücksichtigung gefunden. Zudem sei der Ziegel ein regional hergestelltes, langlebiges, energieeffizientes, beständiges, zuverlässiges und damit nachhaltiges Produkt.

Im Anschluss berichtete der Geschäftsführer des Fachverbandes, Raimo Benger, sowohl über die Situation auf dem deutschen als auch auf dem niedersächsischen Wohnungsmarkt im besonderen. Er verwies auf die Anzahl der jährlich hergestellten Neubauten, die in den letzten 15 Jahren um über zwei Drittel gesunken sei und sich nunmehr auf dem niedrigsten Stand der Nachkriegsgeschichte befinde. Es deute sich eine Wohnungsknappheit an. Daher müsse der Wohnungsneubau, auch gegenüber der Sanierung, weiter gefördert werden. Möglichkeiten hierfür seien insbesondere verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten, steuerliche Familienförderung, ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz und eine Erweiterung der KfW-Förderung.

Minister Dr. Rösler hob in seiner Rede die Bedeutung des Unternehmertums und insbesondere die Bedeutung des Mittelstandes hervor. Er sprach sich für eine aktive Wirtschaftsförderung aus. Dazu gehöre auch die Förderung durch steuerliche Aspekte, insbesondere eine steuerliche Förderung zur Eigenheimbildung. Darüber hinaus zeige der Bau eines Eigenheimes gesellschaftliche Verantwortung. Minister Dr. Rösler wies aber ebenfalls auf die Notwendigkeit hin, Wirtschaftspolitik im Ganzen zu betrachten. Auch Energiepolitik sei in diesem Zusammenhang von Bedeutung, da die Energiekosten für den Unternehmer einen erheblichen Kostenfaktor darstellen. Dies stieß bei den Vertretern der Ziegelindustrie auf Zustimmung, da die Energiekosten gerade hier einen erheblichen Einfluss haben. Abschließend betonte der Minister die Wichtigkeit der Rohstoffversorgung und der regionalen Sicherung des Rohstoffbedarfs. Zugleich kündigte er für 2010 einen Rohstofftag in Niedersachsen an.

„Der Minister hatte ein offenes Ohr für die Belange Ziegelindustrie“, zeigte sich der Geschäftsführer des Fachverbandes Ziegelindustrie Nord, Raimo Benger, mit dem Gesprächsverlauf äußerst zufrieden. Der Abend sei ein positives Signal für den Wohnungsbau und die Ziegelindustrie gewesen. so Ebenfalls zufrieden ließen die Teilnehmer den Abend „typisch Hannöversch“ im benachbarten Privatbrauhaus „Ernst August“ ausklingen.

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