Verbesserung der Betriebskennzahlen durch Optimierung am Extruder

Langjährige Partnerschaft, Veröffentlichungen in Fachmedien, Mundpropaganda und innerbetriebliche Weiterbildungsmaßnahmen führen zur Aufnahme des Dialoges zwischen den Partnern – Wünsche, Diskussionen, Erfahrungsaustausch und Ideen führen zu Zielvorgaben.

Mit den Produktdaten (Formate), Produktionsparametern und den geometrischen Daten der Pressschnecke lässt sich eine Berechnung der Leistungsfähigkeit des Extruders durchführen. Diese kann als Entscheidungshilfe für ein weiteres Vorgehen genutzt werden.

Ist der Wert des Wirkungsgrades auf einem entsprechend hohen Niveau, ist alles gut. Meistens ist das aber nicht der Fall. Im Mittelwert liegt der Wert des Wirkungsgrades bei bestehenden, untersuchten Pressensystemen bei ca. 30 % bis 35 %.

Erfahrungen aus über 400 untersuchten Extrudern helfen bei der Beurteilung des Leistungsvermögens des Schneckensystems. Bei der Datenaufzeichnung vor Ort trifft man auf Fälle, in denen schon eine Anpassung der aktuellen Betriebsparameter an die sich über die Jahre ständig weiterentwickelten Produkte zu einer Steigerung des Wirkungsgrades von z. B. 25 % auf 30 % bis 35 % führt.

Nach der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit kann als nächster Schritt die Umsetzung der Theorie in die Praxis erfolgen. Die Diskussion der Ergebnisse durch einen Vergleich der Betriebsdaten vor und nach der Anpassung der Systemgeometrie zeigen, dass in der Regel die Wirkungsgrade im Durchschnitt Werte zwischen 60 % und 65 % erreichen. Mit den neuen Produktionsparametern reduziert sich die Energieaufnahme der Anlage und die Lebensdauer des Schneckensystems wird verlängert.

Thomas Kloft, Petersen Service GmbH, Nephen;

Jörg Roters, Rehart GmbH, Ehingen

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