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Ziegelwerk Freital Eder hat Produktion eingestellt und zieht sich aus Ziegelgeschäft zurück

Das Ziegelwerk Freital Eder hat zum Jahreswechsel 2025/2026 die Ziegelherstellung eingestellt. Laut Mitteilung auf der Website des Unternehmens aus November 2025 werde die Produktion im Jahr 2026 nicht weiter fortgeführt. Begründet wird diese Entscheidung mit den Marktverhältnissen. „Das Ziegelwerk Freital wurde nach der deutschen Wiedervereinigung für die damaligen Marktverhältnisse mit einer sehr hohen Leistung geplant und bis vor zwei Jahren in einer 7-Tage-Woche im Dreischichtbetrieb geführt. Mittlerweile ist der Markt für unsere Produkte nach dem Energiepreisschock in Folge des Ukrainekriegs und dem damit verbundenen Rückgang der Bautätigkeit so geschrumpft, dass das Werk nicht einmal mehr einschichtig ein ganzes Jahr ausgelastet werden kann. Es liegt auf der Hand, dass die Ziegelproduktion, die einen kontinuierlichen Betrieb bedingt, trotz vieler Anstrengungen so nicht wirtschaftlich betrieben werden kann“, so das Unternehmen.

Bauvorhaben sollen weiterhin aus dem Lagerbestand beliefert werden. Zum Ende des Monats August 2026 werde Freital Eder sich aus dem Ziegelgeschäft in Sachsen verabschieden. Das Unternehmen unterstreicht, dass diese Vorlaufzeit den Mitarbeiterinnen und Leistungspartnern genug Zeit für eine Neuorientierung gewähren solle.

Das Ziegelwerk Freital Eder werde als Unternehmen am Standort erhalten bleiben. Eders Ziegelzentrum, in dem bislang Produkte und Systemlösungen vorgestellt und Beratungen durchgeführt wurden, soll weiter Nutzung als Dialogzentrum für Veranstaltungen sowie für das Thema nachhaltige Stadtentwicklung und Architektur finden.

 

Regionale Bauaktivitäten

Die regionalen Bauaktivitäten haben sich in den vergangenen Jahren deutlich reduziert. So ist die Anzahl ausgestellter Baugenehmigungen für Wohnungen in Sachsen seit dem Jahr 2021 kontinuierlich gesunken. Waren es damals noch 10.776, waren es im Jahr 2024 nur noch 5.830. Die Sächsische Zeitung vom 8. und 9. November 2025 zitiert den Geschäftsführer Johannes Eder in diesem Zusammenhang wie folgt: „Ein Ziegelwerk dieser Größe rechnet sich einfach nicht mehr“.

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