Interview mit Dipl.-Kfm. Johannes Edmüller, Geschäftsführer Schlagmann Baustoffwerke GmbH & Co. KG, Zeilarn, Deutschland

Perlitgefüllte Ziegel –
der Siegeszug von der Innovation zum Sortiment

Vor genau 10 Jahren, 2001, zeigte Schlagmann auf der Messe „Bau“ den weltweit ersten Ziegel, der mit einem Wärmedämmkern aus natürlichem Perlit gefüllt war. Mittlerweile deckt das Unternehmen alle Einsatzbereiche von Außenwandbaustoffen mit perlitgefüllten Planziegeln ab. Wir sprachen auf der diesjährigen „Bau“ 2011 in München mit dem Schlagmann-Geschäftsführer Johannes Edmüller über die Entwicklung und Zukunftsperspektiven dieser Produkte.

Zi: Die Präsentation des perlitgefüllten Poroton-T9 auf der Bau 2001 war eine Sensation. Im Gegensatz zum allgemeinen Trend zu immer filigraneren Lochbildern hin zeigten Sie einen massiven, mit dicken Stegen versehenen Ziegel, dessen Kammern mit einer Perlitfüllung (Perlit – ein natürliches mineralisches Vulkangestein) ausgestattet sind. Wie kamen Sie auf diese innovative Idee?

 

J. E.: Uns war Ende der 1990er-Jahre schon bewusst, dass man die immer schärferen Anforderungen an den Wärmeschutz eines Außenwandproduktes nicht mehr nur mit immer dünneren Ziegelgeometrien und filigraneren Lochbildern beantworten kann. Wir haben deshalb einen massiven Ziegel mit Füllung entwickelt, damit andere bauphysikalische Aspekte wie Schallschutz, Statik oder Festigkeit auch wieder optimal erfüllt werden können. Umfangreiche Versuchs­reihen mit über 50 verschiedenen Wärmedämmstoffen wurden durchgeführt. Im Ergebnis dieser Auswertungen haben wir uns für Perlit entschieden, ein natürliches Gestein, das im Bauwesen seit Jahrzehnten eingesetzt wird. Aber, wir haben bewusst keine eigene Perlitaufbereitungsanlage, damit wir immer offen für neue Entwicklungen sein können. Nun, nach 10 Jahren, arbeiten wir immer noch sehr erfolgreich mit Perlit, es gibt aus unserer Sicht keinen besseren Füllstoff für Ziegel.

 

Zi: Heute bieten fast alle großen Anlagenbauer Füllanlagen für Ziegel an. Sie haben damals Neuland betreten und verfüllen, unserer Kenntnis nach, als einziger Hersteller mit Perliten. Bitte geben Sie uns einen kurzen Überblick über die Technologie des Ziegelfüllens mit Perliten.

 

J. E.: Die Füll-Ziegel werden aus Spezialtonmischungen in der Ziegelei getrocknet und gebrannt und anschließend in die Verfüllanlage transportiert. Die Perlite werden angeliefert, in Silos gelagert und mithilfe von Schablonen in die Ziegel über eine Rüttelanlage eingefüllt, wobei immer ein kleiner Überschuss als Haufen auf jeder Kammer stehen bleibt. Danach wird jede Kammer in einem kurzen Pressvorgang mit einem Stempel verdichtet. Der Ziegel wird gedreht und dieser Verdichtungsvorgang auf der anderen Seite wiederholt. Nun werden die Ziegel in einem Durchströmungstrockner bei 140 °C ca. zwei Stunden getrocknet, um das im Perlit befindliche Bindemittel zu verfestigen. Anschließend werden die Ziegel verpackt. Die Füllanlage wurde damals von der Firma Keller geliefert. Da wir damit sehr zufrieden sind, haben wir auch bei unseren neuen Füllanlagen wieder mit Keller HCW zusammengearbeitet.

 

Zi: Auf den ersten Blick hat sich am Aussehen des Produkts nicht viel geändert, der Poroton-T7 weist aber mit 0,07 W/mK im Vergleich zum T9 (0,09 W/mK) eine deutlich ge­ringere Wärmeleitfähigkeit aus. Was ist der Unterschied?

 

J. E.: Ja, seitdem hat sich sehr viel getan. Es sind zum einen die Lochgeometrien des Ziegels deutlich optimiert worden. Zum anderen ist aber auch der Füllstoff Perlit gegenüber den Anfangszeiten deutlich verbessert worden. Wir setzen beim T7 z. B. eine wesentlich feinere Körnung ein als beim T9. Auch auf der keramischen Seite, d. h. in der Wärmeleitfähigkeit des Ziegelmaterials, haben sich in den letzten Jahren durch intensive Forschungsanstrengungen große Erfolge erzielen lassen, sodass wir heute mit dem Poroton-T7 und einer Wärmeleitfähigkeit von 0,07 W/mK in Dimensionen vorgestoßen sind, an die wir vor Jahren noch nicht zu denken gewagt haben.

 

Zi: Ist jetzt mit 0,07 W/mK das „Ende der Fahnenstange“ bei der Ziegelwärmeleitfähigkeit erreicht, oder gibt es weiteres Entwicklungspotenzial?

 

J. E.: Mit Innovationen wird es jetzt erst richtig losgehen, davon bin ich überzeugt! „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein“ lautet seit Jahrzehnten unsere Unternehmensphilosophie. Vielleicht werden in der Disziplin Wärmeschutz keine Quantensprünge mehr erzielt, da man hier schon am oberen Ende der Skala liegt, aber es gibt noch genügend Potenzial in Sachen Schallschutz, Statik oder auch Verarbeitung. Deswegen haben wir zum Beispiel auf der „Bau“ das neue „Dryfix-System“ vorgestellt. Bei dieser ­neuen Art der Verarbeitung kann auf den Dünnbettmörtel verzichtet werden, sodass man dadurch bis zu 50 % schnellere Arbeitszeiten erreicht. Dieses System unseres Partners Wienerberger wird schon erfolgreich z. B. in Österreich, Italien und Polen eingesetzt, dort wird fast die Hälfte aller Planziegel damit vermauert.

Und, wir wollen uns auch in Fragen der Wohngesundheit noch stärker engagieren. Dazu haben wir hier auf der Messe unsere Kooperation mit dem renommierten Sentinel-Haus verlängert.

Sie sehen, uns ist nicht nur ein guter Wärmeschutz wichtig, wir wollen den Ziegel im Ganzen optimieren.

 

Zi: Erst 2007 präsentierte die Unipor-Ziegel-Gruppe den mit Mineral-Granulaten gefüllten „Coriso-Ziegel“ auf der „Bau“. Weitere Ziegelwerke folgten danach mit verschiedenen Produkten. Warum hat es Ihrer Meinung nach eigentlich so lange gedauert, bis es Wettbewerbsprodukte auf dem Markt gab?

 

J. E.: Ich war selbst überrascht, dass es so lange gedauert hat, bis andere Hersteller dieses System übernommen haben. Mein Eindruck war, dass man erst beobachten wollte, ob wir dieses System am Markt wirklich etablieren können. Und dann sind solche Innovationsprozesse natürlich sehr zeit- und vor allem kostenintensiv, sodass man nicht von heute auf morgen mit Lösungen aufwarten konnte, gerade für eine mittelständisch geprägte Industrie wie die unsere. Hinzu kommt, dass der Weg, bis man eine Zulassung erhält, teuer und lang ist, gerade bei solchen Hightech-Produkten mit Wärmeleitfähigkeiten von 0,07 W/mK. Wir hatten mit unseren ersten Überlegungen bereits 1997 begonnen, um dann 2001 das entwickelte Produkt vorstellen zu können. Ich stelle allerdings mit großer Freude fest, dass auf der „Bau“ 2011 alle relevanten Hersteller von Außenwandbaustoffen nun ein Produkt mit integrierter Füllung anbieten.

 

Zi: Die meisten anderen gefüllten Ziegel verwenden Mineral- bzw. Gesteinswolle als Füllmaterial. Schlagmann setzt konsequent auf Perlit, oder?

 

J. E.: Ja, das liegt vor allem am Patent, das wir für unseren Perlitziegel nach 11-jährigem Patentstreit erteilt bekamen. Für uns ist es auch 10 Jahre nach der Entwicklung dieses Systems klar, dass Perlit der Wärmedämmstoff ist, der sich am besten mit dem Baustoff Ziegel in der Kombination verträgt. Grundsätzlich wollen wir allerdings die Entscheidung für ein Produkt immer unseren Kunden überlassen und ihm eine Auswahlmöglichkeit bieten. Deswegen haben wir vor einem Jahr begonnen, auch mineralwollgefüllte Produkte herzustellen. Aktuell wird noch in einem unserer Standorte eine große Anlage mit einem Investvolumen von 2 Mio. € gebaut, sodass wir in Zukunft perlitgefüllte Ziegel auf drei Produktionslinien und mineralwollgefüllte Außenwandziegel in zwei Werken produzieren können.

70 % unserer Produkte für die Außenwand sind derzeit gefüllte Ziegel, das entspricht immerhin gut 30 % der gesamten Produktion!

 

Zi: Sie decken nach eigenen Angaben alle Einsatzbereiche von Außenwandbaustoffen mit perlitgefüllten Planziegeln ab. Welche Produkte in welchen Formaten gibt es?

 

J. E.: Perlitgefüllte Poroton-Ziegel gibt es zum einen für den energieeffizienten Ein- und Zweifamilienhausbau. Die Produktreihe ist mit einem „T“ gekennzeichnet: Das „T“ steht für thermisch – den Austausch von Wärme. Diese Produkte mit Wärmeleitzahlen von 0,07 W/mK bis 0,09 W/mK sind in fast allen gebräuchlichen Wanddicken von 30,0 cm bis 49,0 cm erhältlich.

Für Gebäude mit erhöhten Schallschutzeigenschaften, wie Mehrfamilienhäuser und Wohnanlagen, wurden zum anderen Poroton-S-Ziegel konzipiert, „S“ steht dabei für Schall. Gerade in Gebäuden, in denen viele Menschen unter einem Dach leben oder arbeiten, muss bestmöglicher Schallschutz geboten sein. Der Poroton-S10 wird in den Wanddicken 30,0 cm, 36,5 cm und 42,5 cm angeboten. Er erreicht bei einer Wanddicke von 36,5 cm den Spitzenwert von Rw,Bau,ref = 52,1 dB und das bei einem Wärmedämmwert von 0,25 W/m2K. Die Bestimmungen der Schallschutznorm DIN 4109 sind mit allen S-Ziegeln ebenso erreicht wie die Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2009. Und dies natürlich ohne eine zusätzliche, künstliche Wärmedämmung der Außenwand.

Wir als Firma Schlagmann haben derzeit insgesamt 200 Ziegelprodukte im Angebot. Da wir an fünf Standorten produzieren, können wir durch eine ausgeklügelte Logistik diese enorme Vielfalt stemmen. Aber für kleinere Ziegelwerke, die nur an einem Standort Ziegel herstellen, ist diese Sortimentsvielfalt sicher schwieriger darzustellen. Hier sollten wir uns als Ziegler zukünftig um eine Verschlankung des Sortiments bemühen, auch, um wirtschaftlich im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten mithalten zu können.

Meiner Meinung nach wird der ungeschliffene Blockziegel, mit seiner geringen Verarbeitungsgeschwindigkeit und seiner schlechten Wärmedämmung, in Zukunft immer mehr vom Markt verschwinden.

 

Zi: 2009 präsentierte Schlagmann auf der „Bau“ eine weitere Neuheit, die keramische Wärmedämmfassade Poroton-WDF, die für die wärmetechnische Sanierung von Altbauten gedacht ist und eine effektive und ökologische Alternative zu herkömmlichen Wärmedämmverbundsystemen ist. Wie erfolgreich sind Sie damit im Markt?

 

J. E.: Die Poroton-WDF ist wirklich ein Volltreffer. Wir haben festgestellt, dass die derzeitigen Systeme zur Außendämmung aus ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten immer mehr in die Diskussion kommen. Deshalb ist die rein mineralische WDF jetzt genau zum richtigen Zeitpunkt am Markt. In der Dicke von 18 cm wird sie als Wärmedämmung an der Außenwand verwendet.

Da wir überzeugt sind, dass ein besonderer Einsatzbereich in der Zukunft auch die Verwendung als Innendämmung zur energetischen Sanierung von Außenwänden sein wird, haben wir eine neue WDF, mit einer Dicke von 12 cm, im Angebot. Ein wirkliches schönes Beispiel ihres Einsatzes war die energetische Sanierung einer denkmalgeschützen Holzfassade im ersten Stock eines Hauses. Hier wurde das Gebäude mit der WDF innen gedämmt und so energetisch fit gemacht.

Bestätigt wurde der Erfolg der Wärmedämmfassade durch die Verleihung des Bayerischen Energiepreises 2010 durch das Bayerische Wirtschaftsministerium, was uns auf unserem Weg bestärkt und uns am gewaltigen Markt der Sanierung und Renovierung auch als Ziegler teilhaben lässt.

 

Zi: Welche neuen Produkte stellen Sie hier auf der „Bau“ 2011 vor?

 

J. E.: Zum einen zeigen wir die Sortimentserweiterung unserer verfüllten Ziegel, wie bereits angesprochen bis hin zum Poroton-T7 oder dem Mehrfamilienhaus-Ziegel Poroton‑S10. Ebenso wird das Verarbeitungssystem Dryfix im Mittelpunkt stehen. Natürlich weckt außerdem der „wärmste Ziegel der Welt“, die neue Poroton-Wärmedämmfassade mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,055, das Interesse der Standbesucher. Und auch im Kaminbereich können wir unser neues Gesamtsortiment präsentieren, u. a. mit einem Ziegelkamin mit Feinstaubpartikelabscheider.

 

Zi: Früher wurde der Ziegel gern als „Zehnkämpfer“ bezeichnet, der in allen Eigenschaften Bestnoten erreicht, in den letzten Jahren standen die Wärmedämmeigenschaften doch sehr im Vordergrund. Wie werden die Ziegel der Zukunft aussehen? Wo geht Ihrer Meinung nach der Trend hin?

 

J. E.: Ich glaube, der Ziegel hat ein enormes Zukunftspoten­zial. Ich bin sehr froh darüber, dass gerade das Thema „Nachhaltigkeit“ auf dieser „Bau“ als Messemotto gewählt wurde. Das bedeutet auch für den Ziegel, dass diese einseitige Orientierung hin zur Wärmedämmung dem Gestern angehört und dass wieder die vielen anderen wichtigen bauphysikalischen Aspekte eine Rolle spielen werden.

Diffusionsoffenheit, Wohngesundheit oder Brandschutz sind neben Ökologie oder Langlebigkeit die Kriterien, bei denen der Ziegel in Zukunft seine Stärken noch besser ausspielen wird. Zum Beispiel wurde gerade von einer großen Ingenieurgesellschaft eine Studie angefertigt, in der die drei Systeme Beton und Wärmedämmverbundsystem, Kalksandstein und Wärmedämmverbundsystem sowie Poroton-S10 mit integrierter Perlitfüllung verglichen wurden. Hier schneidet das monolithische System unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit mit großem Abstand am besten ab. Gerade bei den Lebenszykluskosten im Zeitraum von 50 Jahren, inklusive Herstellungskosten und Erneuerungsaufwand, kann die monolithisch gedämmte Wand ihre Vorteile deutlich ausspielen. Ebenso in der Ökobilanz und der Erneuerbarkeit sowie der Entsorgungsfähigkeit des Ziegels gibt es deutliche Vorteile gegenüber anderen herkömmlichen Systemen. Insofern freue ich mich auf die Zukunft des Ziegelbaus in Deutschland.


Zi: Schlagmann Poroton ist ein mittelständisches Familienunternehmen, welches Sie nun in der dritten Generation führen. Wie geht es Ihnen dabei mit Ihrem Joint-Venture-Partner Wienerberger AG?

 

J. E.: Das ist richtig: Wir fühlen uns als innovativer Mittelständler mit 280 Mitarbeitern an fünf Standorten in Bayern. Dass wir mit der Wienerberger AG den weltweit größten Ziegel­produzenten als Partner im Unternehmen haben, ist für uns von unschätzbarem Wert. Seit exakt 20 Jahren sind wir erfolgreich mit dieser 50:50 Konstellation am Markt unterwegs. Wir sind in dieser Zeit gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Und gerade die schwierigen Märkte der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass unsere Partnerschaft auch in angespannten Zeiten belastbar ist. Wir können heute feststellen, dass es eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen unseren Häusern gibt und wir wollen dies auch noch die nächsten Jahrzehnte, dann in der vierten Schlagmann-Generation, so beibehalten.

 

Zi: Wie intensiv beschäftigen Sie sich mit den Themen „erneuerbare Energien“ bzw. „Vermeidung von CO2“ in Ihrem Unternehmen?

 

J. E.: Diese Themen gehören zu den Schlüsselfeldern unseres Unternehmens. Wir arbeiten permanent am Absenken des Primärenergiebedarfs für die Produktion unserer Ziegel und haben das ehrgeizige Ziel, bis 2020 den ersten CO2-frei produzierten Ziegel herzustellen. Die ersten Schritte auf dem Weg dorthin haben wir bereits erfolgreich getätigt. Wir verwenden nur noch Strom aus erneuerbaren Energien, speziell von Wasserkraft erzeugt. Dies wurde vom TÜV Süd bestätigt. Außerdem produzieren wir selbst umweltfreundlichen Strom auf vielen unseren Hallendächer und haben bereits drei ­Solarparks in Betrieb mit einer Gesamtleistung von 4 MW, was der Ökobilanz unseres Unternehmens und unserer Produkte sehr zugutekommt. Auch zukünftig werden wir große Anstrengungen unternehmen, um den Energieverbrauch weiter zu senken, das könnte z. B. der Einsatz von Gas aus Biogasanlagen sein.

 

Zi: Wie schätzen Sie in Ihrer Funktion als Vorstandsvorsitzender des Ziegel Zentrums Süd, München, und als Präsident der Deutschen Poroton, Berlin, die Entwicklung des Bauvolumens in diesem Jahr und darüber hinaus ein?

 

J. E.: Ziegel ist nach wie vor mit einem Marktanteil von rund 43 % der beliebteste Wandbaustoff im Wohnungsbau in Deutschland. Insofern ist es für uns sehr entscheidend, wie sich der Wohnungsbau entwickelt. Wir stellen mit Freude fest, dass uns die bisherigen Genehmigungszahlen aus 2010 mit einem Plus von bis zu 15 % einen deutlichen Rückenwind im Bauvolumen für 2011 geben werden.

Mein Eindruck ist aber, dass sich in den nächsten Jahren der Engpass in den Verarbeiterkapazitäten abspielen wird. Die Beschäftigten am Wohnungsbau wurden in den letzten 15 Jahren von unseren Baupartnern, aufgrund der permanenten Rückgänge, um über 50 % reduziert. Dementsprechend fehlen nun qualifizierte Facharbeiter, die für die Verarbeitung unserer Produkte notwendig sind. Diesem Trend werden wir mit geeigneten Systemen, wie z. B. vorgefertigten Wandelementen oder noch wirtschaftlicheren, schnelleren Verarbeitungssystemen wie der Dryfix-Verarbeitung, entgegentreten.

Wir, als mittelständisches Unternehmen, wollen aber auch die Jugend wieder stärker für das Bauhandwerk begeistern. Dazu haben wir die Stiftung „Schlagmann-Edmüller“ gegründet. Diese wird, mit einem Stiftungskapital von 1 Mio. € ausgestattet, dazu beitragen, die Nachwuchsförderung im Bauhandwerk zu unterstützen. Dazu werden soziale Projekte ebenso gehören wie auch Ausbildungsinitiativen und die Würdigung von herausragenden Absolventen auf diesem Gebiet.

 

Zi: Herr Edmüller, wir bedanken uns für dieses informative Gespräch und wünschen Ihnen und Ihrem Unternehmen weiterhin viel Erfolg.


Schlagmann Baustoffwerke GmbH & Co. KG

Zentrale Zeilarn

Ziegeleistraße 1 I   84367 Zeilarn   I Germany

T +49 (0) 8 57 21 70 I   F +49 (0) 85 72  81 14

info@schlagmann.de   I   www.schlagmann.de

x

Thematisch passende Artikel:

09.09.2010 News: Erfolgsgeheimnis: Mauerziegel plus Perlit - Schlagmann Poroton liefert die einmillionste Palette aus

Seit zehn Jahren steigt die Nachfrage nach den perlitgefüllten Wärmedämmziegeln von Schlagmann kontinuierlich, in diesen Tagen konnte nun bereits die einmillionste Palette ausgeliefert werden....

mehr
Ausgabe 03/2011 Dipl.-Ing. Anett Fischer

Ziegelfüllanlagen für innovative Produkte mit Mehrwert

1 Gefüllte Ziegel Schlagmann, Pionier auf dem Gebiet der Entwicklung gefüllter Ziegel, verwendet als Füllmaterial Perlit – ein natürlich vorkommendes Vulkangestein (»1). Der Poroton-T9 verfügt...

mehr
Ausgabe 05/2021 Schlagmann Poroton

20 Jahre Perlit-Ziegel

1995 brachte die Einführung der 3. Wärmeschutzverordnung (WschV) den Ziegel an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit hinsichtlich seiner Wärmedämmeigenschaften. Der Vorgänger der...

mehr
Ausgabe 5/2017

Schlagmann Poroton nimmt vierte Perlitverfülllinie in Betrieb

Im Rahmen des jährlichen Sommerfestes weihte Schlagmann Poroton die mittlerweile vierte Perlitverfülllinie für hochwärmedämmende Poroton-Ziegel am Firmensitz in Zeilarn (Bayern) ein. Für die...

mehr
Ausgabe 06/2022 Schlagmann Poroton

Schlagmann Poroton nimmt in Ansbach neue Rohstoff-Aufbereitungsanlage in Betrieb

Schlagmann Poroton hat in den letzten beiden Jahren vier Millionen Euro an modernen und effizienten Anlagen in die Ansbacher Ziegelei investiert. Anlässlich der getätigten Investitionen feierte das...

mehr