Schamotteanlage aus Containern

Die Firma Gerlach Engineering hat ein Recyclingsystem für Ziegel- und Keramikbruch im Baukastensystem herausgebracht. Das System umfasst alle notwendigen Anlagenteile, um Keramikbruch in feine Körnungen zu zerkleinern. Alle Bauteile für kleinere und mittlere Bruchmengen bis 2000 t/Jahr werden in Containerbauweise (per Lkw) geliefert, mit einem Kran vor Ort abgeladen und sind durch Steckverbindungen schnellstens betriebsbereit.

 

Hammermühle
als ­Herzstück

Herzstück der Anlagen sind spezielle Hammermühlen. Diese massiven Zerkleinerungsmaschinen haben veränderbare Mahl- und Siebbahnen, um die gewünschten Körnungen zu erreichen. Die Maschinen besitzen starke Panzerplatten als Auskleidung und sind für Wartungsarbeiten aufzuklappen, um maximale Standzeiten zu erzielen und Stillstandszeiten zu minimieren. Eine Maschine für eine Leistung von 8 bis 10 t/h wiegt 10 t und hat eine Antriebsleistung von 110 kW. Die Aufgabegröße des Bruches kann 600 mm x 400 mm x 250 mm betragen, die Stückgewichte damit bis zu 200 kg. Zerkleinert werden können u. a. Dachziegel, Planelemente, Klinker und Fliesen. Die Ausgangsfraktion ist sandartig, die Körnungen nach dem ersten Bruch betragen:

› 0 bis 2,0 mm: 37 %

› 2,0 bis 5,0 mm: 25 %

› 5,0 bis 10,0 mm: 13 %

› größer 10,0 mm: 25 %

Entstaubt wird die neuartige Anlage über einen Zentralfilter, der Feinstaub wird in Big Bags gefüllt oder direkt der Tonaufbereitungslinie zugeführt. Die eigene Schaltwarte überwacht selbstständig den Betrieb der Anlage, die Bauteile können aber auch einzeln mit der Hand gefahren werden.

 

Schamotte im Kreislauf

Der Bruch wird üblicherweise per Radlader in Vorratsbeschicker gefüllt und dosiert über ein Band der Hammermühle zugeführt. Die Ausgangsfraktion der Mühle wird über ein Becherwerk und eine Siebanlage im Kreislauf gefahren. Das Gutkorn als Siebdurchgang wird direkt der Produktion zugeführt, das Überkorn über Fördertechnik der Mühle zurückgegeben und mit frischem Bruch weiter vermahlen. Die Recyclinganlagen, als mobile, semimobile oder stationäre Baukästen, sind auf Grund des geringen Flächenbedarfs nachrüstbar und leicht in laufende Prozesse einzugliedern. Das Umstellen der Container-Mahlanlagen an verschiedene Produktionsstandorte größerer Firmen wird auf Wunsch durchgeführt.

Größere Bauteile wie Großflächenkeramik, Natursteinplatten, Kamine und Steinzeugröhren werden mit dem Gerlach-Vorbrecher auf „Format“ Hammermühle gebracht. Natürlich bietet Gerlach Engineering auch ortsfeste Anlagen mit Schnittstellen zur Produktion an.

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