Victor Kapr

Rückblick auf den 62. Würzburger Ziegellehrgang

Die wichtigste Tagung der Ziegelbranche in Deutschland fand 2025 von 2. bis zum 4. Dezember in Würzburg statt. Die Stimmung unter den über 200 Teilnehmern war gut und es herrschte eine angeregte Gesprächslaune wie bei einem Klassentreffen.

Die beiden ersten Tage waren dem Tagungsprogramm gewidmet, wie in den vergangenen Jahren bei Vogel Event Solutions in Würzburg. Lehrgangsleiter Andreas Klarmann begrüßte die Teilnehmer und führte einleitend durch das Programm. Programmänderungen ergaben sich aus zwei Absagen. Für den am 31.12.2024 verstorbenen Dipl.–Ing. Michael Ruppik, ehemaliger Leiter des Instituts für Ziegelforschung (IZF), wurde eine Schweigeminute abgehalten.

Am dritten Tag nahm rund die Hälfte der Teilnehmer das Angebot für eine Exkursion zum Ziegelwerk Hainburg von Hörl & Hartmann wahr. Dort konnten sie nicht nur die Hintermauerziegelfertigung im Detail besichtigen, sondern hatten auch weitere Gelegenheiten zum Austausch.

Zum Ende der Tagung dankte Klarmann den Teilnehmern für ihr reges Interesse und kündigte den 63. Lehrgang in 2026 für den 1. bis 3. Dezember an.

 

Tagungsprogramm Erster Tag

Frank Beschorner, Leiter Präventionsfeld Glas/Keramik der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft VBG Würzburg informierte die Teilnehmer über Arbeitssicherheit – aktuelle Themen und Unterstützungsangebote der VBG. Ausgehend von typischen Unfallorten und -zusammenhängen sowie dem Statistischen befund, dass Unfälle weniger werden, aber noch 2022 zwei Todesfälle in Aufbereitungsanlagen, unterstrich Beschorner die andauernde Bedeutung von Maßnahmen zur Arbeitssicherheit. Er betonte die Bedeutung von Maßnahmen zur Staubminderung sowie gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten von Anlagen und Maschinen. Auch für die Schlafberatung biete das VBG ein Schlafometer an.

Der verbesserte Umgang mit Mitarbeitern diskutierte Jannis Gerling von ALEA Gesellschaft für Organisationsentwicklung und -beratung mbH – Marburg unter dem Titel Mehr als Mitarbeitende – wie Halten zur Haltung wird. Gerling referierte den Stand der Arbeitskraft in Deutschland. Während Erwerbsbevölkerung und Gesamtarbeitszeit gestiegen sind, ist die Arbeitszeit pro Jahr und Mensch gesunken. Die Marktmacht geht von den Arbeitgebern zu den Arbeitnehmern über (Arbeitskraft als knappes Gut). Die Anzahl junger Menschen und funktionaler Familien sinkt. Entsprechend steige das Bedürfnis nach sozialem Sicherheitsgefühl auch am Arbeitsplatz. Damit einher gehe ein Wertewandel: Sinn und mentale Gesundheit sind dem Großteil der Arbeitnehmer wichtiger als Karriere. Deshalb fokussiere die Psychologie der Mitarbeiterbindung auf Faktoren wie Kompetenz, Autonomie und Zugehörigkeit. Wichtigste Kündigungsgründe sind Führungskräfte und fehlende Entwicklungsmöglichkeiten. Das Ziel von moderner Personalarbeit müsste sein, Mitarbeiter emotional hoch zu binden. Dies soll mit humanistischer Führung gelingen, die Gerling ausführlich beschrieb.

Nach der Mittagspause suchte Prof. Dr. Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V. die Frage Wie gewinnt der Wohnungsbau wieder an Schwung? zu beantworten. Dieser ist, wie Marktbeobachtung und Statistiken ergeben, weiterhin in einer Talsohle. Existierende Maßnahmen bewertete Voigtländer differenziert, die Mietpreisbremse lehnte er ab, den Wohnungsbauturbo und die Wiedereinführung der KfW55-Förderung begrüßte er. Dem Wohnungsbau weiterhelfen könnten laut Voigtländer u.a. eine Reform der KfW-Programme, Unterstützung bei der Wohneigentumsbildung, eine Senkung der Gebäudestandards sowie ein Übergang zur Emissionseffizienz. Dem Fachkräftemangel am Bau müsse mit Produktivitätssteigerungen begegnet werden. Faktoren zur Steigerung letzterer sind Digitalisierung, Integration von Planen und Bauen, Replizierung der Bautätigkeit, Vorgabe von Zielen statt Standards sowie Pragmatismus statt Legalismus.

Aktuelle Entwicklungen in der Umwelt- und Energiepolitik beleuchtete Katharina Armbrecht vom Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie e. V. – Berlin. Die Themen umfassten Industriestrompreis, CO2-Emissionshandel, Industrieemissionsrichtlinie, BREF-Keramik und die Pflicht zum Umweltmanagementsystem ab 2027 (vgl. S. 18). Beim BREF ging Armbrecht auf die erforderliche jährliche Messung, den Umweltleistungsgrenzwert, sowie die Grenzwerte für Staub, SOx, HCl, HF, NOx und TVOC.

Dr. Ipek Ölcum, Geschäftsführerin des Industrieverband Lehmbaustoffe e.V, gewährte einen Über- und Einblick in die Welt der Lehmbaustoffe. Sie stellte den Verband vor und ging eingehend auf Lehm als Baustoff ein. Zu seinen Vorteilen zählen u.a. Nachhaltigkeit, regionale Verfügbarkeit, Wiederverwendbarkeit, Schalldämmung, Feuchtigkeits- und Temperaturregulierung. Lehm findet als Verwendung in unterschiedlichen Baustoffen: Neben Lehmsteinen u.a. als Mauerlehmmörtel, Lehmputze, Lehmplatten und Stampflehm. Ölcum ging auch auf bestehende und neue Lehmarchitektur ein, bspw. das GEMA Verwaltungsgebäude in Berlin, wo Lehm als raumklimaregulierender Wandbaustoff Verwendung gefunden hat. Der Ziegelindustrie schrieb sie ins Stammbuch, Lehmbaustoffe als Chance zu sehen und ins Portfolio aufzunehmen, da sie alle erforderlichen Kompetenzen und Anlagen bereits besitzen.

Nach der Kaffeepause erläuterte Philipp Niemann-Stryczek, Managing Director bei IQstruct Engineering GmbH in Baesweiler den Effizienzfaktor Betriebsdaten. Er erläuterte, wie sein Unternehmen auf Basis von Betriebsdaten bei der Steigerung von Energieeffizienz helfen kann am Beispiel eines Projektes bei einem Ziegelhersteller. Dabei wurden mehr als 30 Datenquellen im Werk identifiziert, die Datenerfassung ohne Produktionsunterbrechung implementiert und in Folge der Auswertung deutliche Energieeinsparungen erreicht. Hürden sind unter anderem eine historisch gewachsene Infrastruktur, einzelne große Netzwerke für Verwaltung und Fertigung mit unterschiedlichen Schnittstellen sowie die zu Sicherheitszwecken erforderliche Trennung von Informations- und Betriebstechnologie. Das resultierende passive Abbild des Produktionsbetriebs erlaubt die Aggregation und Auswertung aller verfügbaren Daten.

Wie wertvoll ist mein Rohstoff? – Bewertungsmöglichkeiten diskutierte M. Sc. Klaus Hantzsch, KI Keramik-Institut GmbH – Meißen. Er diskutierte die schillernde Bedeutung des Begriffs wertvoll am Beispiel von Kaolin, der wertvoll ist, weil er zugleich preislich teuer und besonders geeignet für Porzellanherstellung ist. Wert ist subjektiv und abhängig vom Zweck. Verschiedene Kriterien eignen sich deshalb: Reinheit und Qualität, Angebot und Nachfrage, Nutzen, Verfügbarkeit, politische und wirtschaftliche Faktoren, Nachhaltigkeit und Recycling. In der Ziegelindustrie werde produktgruppenspezifisch gewertet, Faktoren sind Rohstoff- und Produkteigenschaften, Marktsituation, aber auch mineralogische und chemische Zusammensetzung und Partikelgröße. Das KI bietet entsprechende Werkzeuge und Service an: thermische Analyse, Thermogravimetrie, Dilatometrie, Simulation von keramischem Brand im kleinen Maßstab.

Die Maßnahmen der Roadmap 2050 am Beispiel einer Hintermauerziegelmasse erläuterte Alexander Winkel, Institut für Ziegelforschung Essen e. V. Er verglich Ergebnisse der Prozessanalyse eines Hintermauerziegelbrandes und des dabei stattfindenden Erdgasverbrauchs mit einer Dachziegelmasse. Die HMZ-Masse durchläuft mehr exo- und endotherme Prozesse als die DZ-Masse. Erstere weist zwei CO2-Peaks durch Porosierungsmittel und Carbonate auf, bei letzterer entsteht CO2 nur durch Erdgas. Durch den Schwelbrand der Porosierungsmittel gast die HMZ-Masse CO aus. Wasserstoff in der Ofenatmosphäre reduziert die CO-Emissionen fast völlig, weil der Stoff mit Wasserdampf zu CO2 und H2 reagiert. Zum Abschluss diskutierte Winkel zur Vermeidung von CO biogene Porosierungsmittel.

Im letzten Vortrag des ersten Tages gingen Dr. Anne Tretau und Dr. Sabine Schmidt vom MFPA Weimar auf die Betonproduktentwicklung auf Basis von Ziegelbruch ein. Sie stellten das Projekt Sutracrete (Sustainable traceable concrete) vor, bei dem Ziegelmehl als puzzolanischer Zusatzstoff und Ziegelgesteinskörnung als Sandersatz Verwendung finden. Die größte Herausforderung stellt die Sortierung des Mauerwerkbruches dar. Fluoreszenzmarker sollen zukünftig die Identifizierung von Materialien im Bruch erleichtern. Die Farbe des Betons ist abhängig vom Ziegelbruch. Zu den skizzierten nächsten Schritten gehören EPDs für Sutracrete.

Das traditionelle gemeinsame Abendessen fand in dem Jahr im Maschinenhaus im Bürgerbräu Würzburg statt. Die Stimmung war gut und wurde im Laufe des Abends noch besser, das Büffet erlaubte die Wahl zwischen vier Menüs und deren Kombination.

 

Tagungsprogramm Zweiter Tag

Über Sekundärrohstoffe aus Großbauprojekten für die Ziegelindustrie informierte Severin Hoffmann, Betriebsleiter bei Geiger Bodenverwertungskonzepte GmbH & Co. KG in Waltenhofen. Nach einer Vorstellung des Unternehmens als Lieferant von Sekundärrohstoffen illustrierte Hoffmann das Vorgehen, Qualitätsmerkmale des Service, Überwachung etc. anhand eines Erfahrungsberichts über die Weitergabe von Aushub von der Großbaustelle Stuttgart 21 an süddeutsche Ziegelhersteller. Es gab, erzählte er, einige Skepsis zu überwinden. Inzwischen habe sich bei Bezug und Nutzung von Aushub in der Ziegelei Normalität eingestellt. Abschließend ging er auf die rechtlichen (Abfall vs. Rohstoff) und technischen Herausforderungen ein.

Heißdampftrocknung als Weg zur Kostensenkung stellte Koen Bosmans , CEO von CEE in Hamme-Mille, Belgien, vor. Das Unternehmen CEE ist auf thermische Behandlung, intelligente Versorgungsanlagen, Mehrstoffsysteme und Technologieentwicklung spezialisiert. Eine davon zur Ziegeltrocknung stellte Bosmans vor. Das Prinzip ist, nur so viel Wärme ins Produkt zu geben, wie zum Trocknen benötigt wird. Also sollte zunächst der Trocknungsprozess an die Ergebnisse der thermalen Analyse des Produkts angepasst werden. Erst im folgenden Schritt geht es um den Brennstoff. Für den Trocknungsprozess schlägt er Heißdampf und eine Wärmepumpe vor und stellte das System vor. Während ein konventioneller Trockner 1,3 kW/kg benötigt, sinkt der Wert mit hocherhitztem Dampf auf 1 kW/kg und ergänzt um eine Wärmepumpe auf 0,2 kW/kg.

Holger Rottmann von Lingl Solead stellte im Anschluss Maßnahmen zur CO2-neutralen Ziegelproduktion – Handout für Praktiker vor. Er referierte Ansätze und Technologien zur Steigerung der Effizienz um bis zu 50 Prozent und Reduzierung der Emissionen, die sein Unternehmen anbietet. Darunter die Entkopplung von Ofen und Trockner, Hochimpulsreingasbrenner, die bis zu 35 Prozent Energie einsparen können, Trockner mit Wärmepumpe, den Einsatz von Wasserstoff und Mischbrennstoffen, Elektroheizregister (wird in einem Projekt in UK umgesetzt). In Entwicklung ist ein Hybridofen mit Erdgas ergänzt um elektrische Betriebsmöglichkeiten.

Nach der Kaffeepause sprach Dr. Volkmar Lankau von CeraFib GmbH in Meißen über Faserverbundwerkstoffe im Ofenbau. Er erläuterte den Aufbau aus einer Verbindung von Fasern mit einer Matrix und die Herstellung (Keramikfasern und Schlicker in Schlickerinfiltration, Laminierung auf Form, Trocknen, Entformen, Brand und Finish). Die Flexibilität beim Formenbau illustrierte er am Beispiel einer komplexen Rohrverbindung mit verschiedenen Rohrquerschnitten und Spezialformen wie Bogen, Konus und T-Stück. Faserverbundstoffe weisen aufgrund des Effektes der Faserverstärkung vielfältige gute Eigenschaften auf: geringe Dichte, hohe mechanische und thermische Schadenstoleranz, chemische Beständigkeit, flexible Strukturen und leichte Bearbeitbarkeit. Das Material eigne sich u.a. für Brennerdüsen, Reduktionslanzen, Rauchfüchse, Heißgasklappen.

Den Brückenschlag zwischen Labor und Industrie: Skalierbare Brennversuche für die Ziegelherstellung versuchte Dr. Matthias Händel vom IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar. Händel stellte Versuche im Rahmen des Projekts „KlimaZiegProd“ (Vergleich Labor- und Tunnelofen beim Erdgasbrand (Hintermauerziegel), Ermittlung Einfluss von Wasserstoff auf Brennprodukte, Vergleich Ergebnisse stoffliche Analyse mit Brenngasverbrauch) vor. Ergebnisse u.a.: Die Produkteigenschaften aus Labor- und Tunnelofen unterscheiden sich kaum, Energiebilanzen lassen sich im Laborofen erstellen, der Vergleich mit Laboranalysen erlaubt gezielte Prozessoptimierung. Vorteile des Brennens mit H2 sind höhere Druckfestigkeit, geringerer Energieverbrauch sowie, dass Materialumwandlungen durch Abgasanalyse gut nachvollziehbar sind. Potenzial für H2als Brenngas besteht, da Erdgas prinzipiell durch H2 ersetzbar ist, nur braucht es ausreichend grünen H2 zu vertretbaren Kosten.

Den Ziegelbrand im elektrisch beheizten Ofen diskutierte Julien Dornhuber von ONEJOON GmbH – Bovenden. Dornhuber stellte das Unternehmen vor, der Ofenbauer bietet elektrische Beheizung für die Ziegelindustrie an. Darauf ging er auf die Vorteile elektrischer Beheizung ein. Ziel ist dabei Effizienzsteigerung mit einem halbierten Energieverbrauch. Die Entwicklung des Ofenkörpers geschehe um das Heizsystem und das Produkt herum. Dornhuber stellte die verschiedenen Ofensysteme vor, die ONEJOON anbietet: u.a. Rollenherdofen, Stoßofen, Tunnelofen. Im Detail erläuterte er einen wichtigen Aspekt des Ofenbaus, die Strömungsanalyse.

Nach der Mittagspause erläuterte Christian Gäbelein von KERATEK GmbH – Bad Essen die Dekarbonisierung durch schrittweise Elektrifizierung thermischer Prozesse im Ziegelwerk. Gäbelein fokussierte auf Energieeffizienz und Elektrifizierung und betonte, dass letzteres ohne ersteres sinnlos sei. Er referierte und diskutierte verschiedene Effizienzmaßnahmen. Die Dekarbonisierung sei mit Wasserstoff grundsätzlich machbar, aber Verfügbarkeit und perspektivische Preisentwicklung machen das unwahrscheinlich. Elektrifizierung sei bereits in Pilotprojekten umgesetzt, habe deutlich höhere Investitionskosten, sei aber praktikabler. Er plädierte für eine schrittweise Elektrifizierung und diskutierte diese anhand der verschiedenen Produktgruppen differenziert. So seien Dachziegelöfen sei wahrscheinlich deutlich aufwändiger als Hintermauerziegelöfen zu elektrifizieren. Abschließend wies Gäbelein darauf hin, dass es für jeden Ziegel sinnvoll sei, sich auf einen höheren Strombedarf vorzubereiten, in der Zwischenzeit die bekannten Optimierungen umzusetzen, auf eigene PV –Anlagen und Speicherlösungen zu setzen. Jede eingesparte kWh im Ofen oder Trockner spart CO2 Zertifikate.

Über die Entwicklung und Demonstration eines hybriden Ofens für die Ziegelherstellung sprach Dr.-Ing. Denny Mathew Alex vom Institut für Ziegelforschung Essen e. V. Er ging dafür auf zwei aktuell laufende Projekte ein, eLITHE (vgl. S. 23) und EluZi (vgl. S. 24).

Um Präzision und Effizienz in der Brennführung – Strategien für das Vor- und Hauptfeuer ging es in dem Vortrag von Alexander Jahn (M. Eng.) von innovatherm Prof. Dr. Leisenberg GmbH + Co. KG in Butzbach. Er erläuterte die Geschichte des Unternehmens sowie dessen Produkt, Impulsventile. Präzise regelbare Brenner seien ein zentraler Regler für Energieeffizienz.

Nach der zweiten Kaffeepause stellte Jens Amberg von Luftmeister GmbH in Kirchzarten Neues zur Wärmestrom- und Durchflusserfassung in Prozessluft und Rauchgas – mit Praxisbeispielen vor. Das Unternehmen hat eine Sonde mit Hülle, die bis 1.100 Grad Celsius Schutz bietet, entwickelt. Damit lasse sich die vorher problematische Erfassung des Durchflusses von Luft und Rauchgas angehen. Das ist relevant, weil bspw. erst mit der Erfassung des Abwärmepotenzials bestimmt werden könne, ob der Einsatz eines Wärmetauschers sinnvoll sei. Auch bei der Optimierung des Verhältnisses von Luft- zu Ziegelmasse oder der Trockneroptimierung helfe die Sonde.

Im letzten Vortrag des Tagungsteils sprach Christian Matzen von Möllers Packaging Technology GmbH – Oelde über Verpackungstechnology – Verarbeitung von recycelbaren Verpackungen. Aufgrund der im Februar 2025 in Kraft getretenen Packaging and Packaging Waste Regulation gebe es Anlass, mit Plastikverpackungen anders umzugehen. Der verstärkte Einsatz von dünnerem Material und Rezyklaten mache neue Methoden erforderlich. Insbesondere Rezyklate verhalten sich anders als Virgin-Folie. Möllers bietet dafür einen Haubenstretcher an. Die neue Folienüberzugsmaschine soll in 2026 eingeführt werden.

Wegen eines Feueralarms am Nachmittag musste der Vortrag von Dipl.-Geol. Holger Kreth vom Keramisch-Technologisches Baustofflaboratorium Hamburg e. V. in Reinbek zu Normung, Anforderungen an das Qualitätsmanagement und Fremdüberwachung ausfallen.

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