Wellenförmige Fassaden in der Bremer Überseestadt

Mehr als 100 Jahre schlug das Herz von Bremens Wirtschaft im Überseehafen – bis zum Ende des Hafenbetriebes in den 1990er-Jahren. Seit 2000 entsteht an derselben Stelle die Überseestadt, eines der größten Hafenrevitalisierungsprojekte in Europa.

Ein architektonisches Highlight sind die Deichhäuser an der Hafenkante mit ihrer charakteristischen Fassade aus rot-braun-blau-buntem Klinker. Hellere und dunklere Nuancen der Wechselsortierung lassen die Steine verspielt und je nach Lichteinfall immer wieder anders wirken. Ihre beinahe rau anmutende Optik resultiert aus dem Verzicht auf die normalerweise bei diesem Stein zum Einsatz kommenden und Glanz verleihenden Engoben. Das Ergebnis wirkt spröder und griffiger.

Zudem wurde sowohl der Kohleanteil als auch der Anteil der Fußseiten in der Wechselsortierung genau auf die Präferenzen des Bauherrn und des ausführenden Architekturbüros abgestimmt. Nicht nur die Farbe der Fassaden ist dem Sonderbrand zu verdanken, sondern auch ihre besondere Form. Genau nach Spezifikation der Architekten angefertigte Formsteine sorgen für die einzigartige, wellenförmige Wölbung der Fassade.

Foto: Ulrich Hoppe
Deppe Backstein-Keramik GmbH, Uelsen-Lemke

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