Elektrifizierung UND Energieintegration im industriellen Ofenbau -
30 Jahre kontinuierliche Prozessentwicklung bei Keramischer OFENBAU
Steigende Energie- und Emissionskosten prägen in der Grobkeramik zunehmend Investitionsentscheidungen. Neben Ofentyp und Anlagenkonzept stehen zwei zentrale Fragen im Fokus: Welche Energieart ist standortspezifisch wirtschaftlicher, Gas oder Strom, und welches Effizienzpotenzial lässt sich im Bestand erschließen, ohne Produktionsstabilität zu gefährden? Keramischer OFENBAU verfolgt eine klare Strategie: Das gesamte Portfolio ist gas- und elektrisch beheizt verfügbar, ergänzt durch wasserstofffähige Konzepte und bewährte Modernisierungssysteme für den Bestand.
Die Elektrifizierung ist hier eine Erweiterung wirtschaftlich sinnvoller Optionen in der Keramikindustrie. Die optimale Beheizungslösung hängt von lokalen Rahmenbedingungen ab, etwa Netzanschlussleistung, Eigenstromerzeugung, regulatorischen Anforderungen oder Produktionsprofilen. Entscheidend ist daher das Zusammenspiel aus Prozess, Energieversorgung und Betriebskosten. Elektrisch beheizte Öfen ermöglichen eine hochpräzise, unmittelbare Leistungsregelung und exakte Abbildung thermischer Prozessschritte. Gasbeheizte Systeme bieten hohe Leistungsdichten und robuste Stabilität im kontinuierlichen Großserienbetrieb. Die tatsächliche Energieeffizienz entsteht jedoch erst durch die Gesamtauslegung von Wärmeübertragung, Abgasführung und Regelungsstrategie. Besonders bei Tunnel- und Rollenöfen zeigt sich die enge Verbindung zwischen Energieeffizienz und Prozessstabilität: Bereits geringe Abweichungen können sich entlang langer Ofenstrecken kumulieren. Präzise Steuerung reduziert daher den Energieverbrauch und verbessert die Produktqualität.
Neu im Portfolio von Keramischer OFENBAU ist der elektrische Herdwagenofen eHWO mit bis zu sechs Metern Breite. Er eignet sich insbesondere für diskontinuierliche Prozesse mit variierenden Formaten oder kleineren Losgrößen. Neben der Flexibilität, reproduzierbaren Brennkurven und stabiler Temperaturführung kann der Betrieb gezielt an Stromverfügbarkeit angepasst werden. Die heutige Technologiebasis wird seit 1996 kontinuierlich entwickelt, angefangen mit einem 144 m langen Drei-Kanal-Rollenofen für Dachziegel. Seither stehen Stabilität, Hochtemperaturanwendungen sowie gezielte Prozessstabilisierung im Fokus, zunehmend auch die Modernisierung bestehender Anlagen. Im EnerViT-System kombiniert Keramischer OFENBAU Pulsbrennertechnologie mit präziser Regelungstechnik und ermöglicht eine bedarfsgerechte Energieeinbringung. Energieeinsparungen bis zu 50 % sind dabei regelmäßig erreichbar. EnerViT kann unabhängig vom Ursprungshersteller in neue und bestehende Anlagen integriert werden.
Für Betreiber grobkeramischer Werke geht es damit weniger um „Gas oder Strom“ als um messbare Effizienz und belastbare Wirtschaftlichkeit. Mit elektrischen und gasbeheizten Lösungen sowie effizienten Retrofit-Konzepten positioniert sich Keramischer OFENBAU konsequent entlang realer Produktionsanforderungen: maximale Stabilität bei minimiertem Energieeinsatz im Neubau wie im Bestand.
