Der unsichtbare Datenschatz der Ziegelei: Wie aus Anlagendaten ein Wettbewerbsvorteil wird
LINGL SOLEAD und Letabo schaffen die Grundlage für die Ziegelei von morgen
Ziegeleien erzeugen jeden Tag enorme Mengen an Anlagen- und Prozessdaten. Ein Datenschatz, der bislang noch häufig ungenutzt bleibt. Dabei bietet die intelligente Verknüpfung und Auswertung vorhandener Informationen ein erhebliches Potenzial: Sie macht komplexe Zusammenhänge sichtbar, die im alltäglichen Betrieb kaum erkennbar sind. Das schafft die Voraussetzung dafür, Energieverbräuche zielgerichtet zu optimieren, Abweichungen frühzeitig zu identifizieren und Produktionsprozesse präziser zu steuern.
Zwei Kompetenzen, ein Ziel
Genau an dieser Schnittstelle setzen LINGL SOLEAD und die Letabo GmbH an. Gemeinsam schaffen sie das Fundament, um relevante Betriebsdaten systematisch nutzbar zu machen und daraus fundierte Entscheidungsgrundlagen für die Praxis abzuleiten.
LINGL SOLEAD bringt über 80 Jahre Prozess- und Anlagenkompetenz in der Ziegelindustrie ein. Das Unternehmen kennt die entscheidenden Zusammenhänge im Produktionsprozess und weiß, welche Einflussgrößen für Produktqualität, Effizienz und Anlagenperformance maßgeblich sind.
Die LetaboGmbH ergänzt dieses Wissen durch Expertise in Softwareentwicklung, Datenverarbeitung und künstlicher Intelligenz.
Die entscheidende Herausforderung liegt heute lange nicht mehr in der bloßen Datenerfassung selbst, sondern darin, aus Daten belastbare Handlungsempfehlungen für den Anlagenbetrieb zu generieren. Durch die Verbindung von Maschinen- und Prozess-Know-how mit moderner KI-Technologie entsteht ein System, das die Datenmengen strukturiert und kontinuierlich nutzbares Wissen für den Betrieb bereitstellt.
Wie aus Daten wertvolle Erkenntnisse entstehen
Am Anfang steht eine solide Datenbasis. In vielen Werken sind die benötigten Informationen bereits in den Maschinensteuerungen und übergeordneten Systemen vorhanden. Wo relevante Messgrößen fehlen, ergänzt LINGL SOLEAD die Datenbasis gezielt durch moderne Sensorik. So entsteht Schritt für Schritt volle Transparenz über Energieflüsse, Anlagenzustände und Prozessabläufe.
Darauf baut der KI-Betriebsleiter von Letabo auf. Die Software analysiert und verknüpft Produktions-, Energie- und Betriebsdaten und stellt die gewonnenen Erkenntnisse strukturiert bereit.
Verantwortliche erhalten so eine verlässliche Grundlage für die tägliche Betriebsführung. Der KI-Betriebsleiter bündelt das Prozesswissen zentral, lässt Muster sowie Abweichungen frühzeitig erkennen und dokumentiert diese nachvollziehbar. Für Betriebsleiter entsteht damit ein digitales Gedächtnis und Frühwarnsystem in einem.
Auf dieser Basis lassen sich konkrete Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ableiten und Optimierungspotenziale im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses bewerten.
Der konkrete Mehrwert für die Ziegeleien
Energiemanagement intelligent steuern: Durch die Verknüpfung von Produktionsdaten, PV-Erträgen, Marktpreisen und Prozessanforderungen identifiziert der KI-Betriebsleiter die energetisch und wirtschaftlich sinnvollste Fahrweise. Energieeinsatz, Lastspitzen und Produktionsplanung werden so optimal aufeinander abgestimmt.
Emissionen und CO2-Kosten transparent verwalten: Die kontinuierliche Datenauswertung macht den ökologischen Fußabdruck der Produktion transparent. Bilanzen lassen sich vorausschauend ermitteln, CO2-Kosten präziser darstellen und der künftige Bedarf an Emissionsrechten verlässlich kalkulieren.
Ungeplante Stillstände vermeiden (Predictive Maintenance): Der KI-Betriebsleiter erkennt charakteristische Verschleißmuster frühzeitig. Wartungsmaßnahmen werden vorausschauend planbar, anstatt erst auf Ausfälle zu reagieren.
Das Zweite Gehirn des Betriebs: Prozess-Know-how wird unabhängig von einzelnen Personen im Unternehmen verankert. Erkenntnisse aus unterschiedlichen Betriebszuständen stehen zentral und dauerhaft für das gesamte Team zur Verfügung.
Risikoarmer Integrationspfad: Der KI-Betriebsleiter arbeitet als lesendes System und greift nicht direkt in die Anlagensteuerung ein. Dies ermöglicht eine schrittweise Digitalisierung ohne Eingriff in bestehende Steuerungs- und Automatisierungssysteme.
Warum sich Handeln genau jetzt auszahlt
Steigende Energiekosten, wachsende Effizienzansprüche und der Wettbewerb durch alternative Baustoffe erhöhen den Druck auf die Ziegelindustrie. Datenbasierte Entscheidungen sind ein zentraler Baustein, um Produktionsprozesse wirtschaftlich und zukunftssicher aufzustellen.
Der Einstieg erfolgt schrittweise und praxisorientiert
LINGL SOLEAD analysiert gemeinsam mit dem Betreiber die vorhandene Anlagentechnik und entwickelt ein passgenaues Konzept, um die relevanten Informationen entlang der Wertschöpfungskette nutzbar zu machen.
Auf dieser Datengrundlage wird der KI-Betriebsleiter implementiert und an die jeweiligen Anforderungen des Werks angepasst.
Bereits in der Praxis erprobt
Erste Ziegeleien setzen die gemeinsame Lösung bereits an einzelnen Maschinen oder in ganzen Produktionsbereichen ein. LINGL SOLEAD baut nun sukzessive die Anwenderbasis aus und gewinnt gemeinsam mit den Kunden zusätzliche Praxiserfahrung und wertvolles Anwendungswissen. Dabei wird das System mit zunehmender Praxiserfahrung verfeinert und auf neue Anwendungsfälle in der Ziegelindustrie sowie in verwandten Branchen übertragen.
LINGL SOLEAD und Letabo begleiten Ziegeleien aktiv auf dem Weg zur datengetriebenen Produktion und freuen sich auf den fachlichen Austausch mit der Branche.
